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Schon vor der Jahrhundertwende eroberten die ersten Automobile das Stilfser Joch. Bereits 1898 fand das erste Rennen statt.
1919 - heute Mit den Benzinkutschen auf das Stilfser Joch

Im Unterschied zur Suldner Straße, die bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges für Automobile gänzlich gesperrt war und nur mittels Kutschen befahren werden durfte, erfreute sich der Motorsport auf der Stilfser-Joch-Straße von Anbeginn einer uneingeschränkten Entfaltungsmöglichkeit. So war die Passstraße auch beim ersten Autorennen in Österreich mit eingebunden, das vom 27. bis 29. August 1898 im südlichen Tirol stattfand. Die erste Etappe führte dabei von Trafoi über Neuspondinig, Meran, Bozen, Franzensfeste und Toblach nach Cortina d'Ampezzo. Die Wagen erreichten damals eine Höchstgeschwindigkeit von rund 30 km/h.

In den folgenden Jahren war die Stilfser Joch Straße des öfteren Schauplatz von Rennen. Eine für 19. Juni 1911 angesagte Alpenfahrt über das Stilfser Joch und den Umbrail-Pass nach Taufers im Münstertal musste indes unterbleiben, da im Kanton Graubünden im gleichen Jahr ein Automobilverbot erlassen wurde. Kein Automobilverbot, aber eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 15 km/h für Automobile und Motorräder wurde indes 1911 auf der Stilfser-Joch-Straße eingeführt.


Der Motorsport brachte neue Gästeschichten ins Ortlergebiet. Die Hotels stellten sich darauf ein: So waren etwa die »Neue Post« und das »Trafoi Hotel« Klubhotels des »Automobilklubs für Tirol und Vorarlberg«. Beide Hotels boten eigene Benzin- und Ölstationen an und verfügten über Garagen für die Automobile. Auch der öffentliche Überlandverkehr ging mit der Zeit. Die Postkutschen-Ära neigte sich ihrem Ende zu. Eine fahrplanmäßige »Automobil-OmnibusVerbindung« für die Strecke »Meran-Trafoi und retour« war bereits im Jahre 1899 geplant.


Noch vor dem Ersten Weltkrieg nahm dann auch die Postautobuslinie Landeck-Nauders- Trafoi ihren Dienst auf. Hans Stuck gewinnt Stilfser Joch-Rennen des Jahres 1932 An die Tradition der Autorennen auf der Stilfser-Joch-Straße knüpfte man in der Zwischenkriegszeit wieder an. Knapp 37 Minuten brauchte der Sieger des 1926-Rennens für die 27 Kilometer lange Strecke von Spondinig auf das Joch, wobei er einen Höhenunterschied von knapp 2000 Metern zu bewältigen hatte. Gestartet wurde übrigens in Zehn-Minuten-Abständen. Schließlich verkürzten die Organisatoren die Rennstrecke. In Trafoi war ab den dreißiger Jahren der Start. Sieger des legendären Rennens des Jahres 1932 war der bekannte Rennfahrer Hans Stuck.