Als Grundlage für das spätere Projekt des heutigen Straßenzuges über das Stilfser Joch dienten die im Jahre 1812 vom Ingenieur »Capo della Valtellina«, Filippo Ferranti, mit Ingenieur Saverio Francesco Venosta gemachten Aufnahmen, die sich allerdings nur auf die Strecke Bormio-Stilfser Joch beschränkten.
Projektierung
Eine Kommission, bestehend aus obersten Militärs und Zivilbeamten, unter der Leitung des Ingenieurs Carlo Donegani, wurde eingesetzt.
Der Chef des österreichischen Generalquartiermeisterstabes Prochaska bereitete im Sommer 1818 die Projektstrecke am Splügen und zwischen dem Vinschgau und dem Veltlin vor. Er war es, der damals bei einer Kommissionsberatung in Bormio die Entscheidung dahin brachte, dass die neue Straße über das Stilfser Joch gebaut wurde.
Bis zum Spätherbst 1818 führte Ing. Carlo Donegani unter Mithilfe der Ingenieure Francesco de Dominici und Giuseppe Porro die Terrain-aufnahmen für den ganzen Straßenzug durch. Das Detailprojekt wurde am 1. Mai 1819 der k. k. Generaldirektion für öffentliche Bauten in Mailand überreicht.
1820 genehmigte die österreichische Regierung die von Ing. Donegani hergestellten Projekte der Stilfser-Joch-Straße von Bormio bis Spondinig mit einer Länge von 53 km, 38 Kehren wurden bis zum Stilfser Joch projektiert, 48 bis Spondinig.
Von der Passhöhe bis zum Comosee beträgt die Entfernung 126,918 km. Die ursprüngliche Trassenführung in Anlehnung an den alten Saumpfad, dem Warmsionsteig, musste fallen gelassen werden. |